Analyse

Mo Idrissou und die unendliche Geschichte

Manchmal liest man Nachrichten über ehemalige Spieler und packt sich einfach nur an den Kopf. Wer erinnert sich noch an Mohamadou „Mo“ Idrissou? Von 2008 bis 2010 hat er bei uns im Sturm gespielt, 25 Tore geschossen und maßgeblich zum Aufstieg beigetragen. Sportlich war das damals ein echtes Brett, auch wenn er neben dem Platz schon immer für ordentlich Unruhe gesorgt hat.

Jetzt gibt es wieder neue Schlagzeilen – und die haben mit Fußball absolut nichts mehr zu tun.

Mo hat vor fünf Monaten im saarländischen Dillingen eine eigene Modeboutique namens „Oscar“ eröffnet. Die Ankündigung war typisch für ihn: Er wollte den ganz großen Glamour in die Kleinstadt bringen und jede Menge Promis ankarren. Schaut man sich jetzt die Berichte und aktuellen Fotos an, herrscht in dem Laden gähnende Leere. Ein paar Schaufensterpuppen stehen noch rum, dahinter ist eigentlich alles kahl.

Die unendliche Geschichte abseits des Rasens

Es kommt aber noch dicker: Es stehen heftige Betrugsvorwürfe im Raum. Mehrere Geschäftspartner und Bekannte fordern Geld ein, Rechnungen für Produktentwicklungen sollen nicht bezahlt worden sein und selbst Dortmunds Lottomillionär „Chico“ will anscheinend 5.000 Euro zurück, die er Mo wegen angeblicher Kontoprobleme geliehen hatte. Es gibt sogar das Gerücht, dass er mittlerweile im eigenen Hinterzimmer schläft.

Für uns als SC-Fans ist das die Fortsetzung einer unendlichen Geschichte. Mo Idrissou bleibt einfach ein Phänomen. Man muss unweigerlich an die alten Zeiten denken, als er damals im Interview den legendären Satz „Ich habe keine Lust mehr auf Relegation, ich will Champions League spielen“ rausgehauen hat, nur um kurz darauf nach Gladbach zu wechseln. Oder an die alten Fangesänge im Dreisamstadion, die jetzt im Netz wieder hochgeladen werden.

Fazit: Ein Kultstürmer, der hängen bleibt

Es ist schade zu sehen, wie ein ehemaliger Erstliga-Profi so tief rutschen kann, aber am Ende ist es eben die klassische Mo-Story. Er bleibt ein absoluter Kult-Stürmer, den man als Fan irgendwie nie ganz vergisst, der sich aber abseits des Rasens verlässlich selbst im Weg steht.

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